MASTERCLASS | Guillemette LAURENS

Auch Guillemettes Eltern waren Musiker, ihren ersten Gesangsunterricht erhielt sie von ihrem Vater.Später studierte sie am Konservatorium von Toulouse Gesang, Klavier und Kammermusik, und machte 1976 ihr Debüt mit 18 Jahren als Mother Goose in Igor Strawinskys The Rake’s Progress.1977 begann sie eine regelmäßige Zusammenarbeit mit dem Atelier Lyrique du Rhin, wo sie in diversen Opern moderner französischer Komponisten auftrat.

Guillemette Laurens gehörte 1979 zu den Gründungsmitgliedern des von William Christie geleiteten Ensembles Les Arts Florissants, mit dem sie während der gesamten 1980er Jahre eine intensive Zusammenarbeit verband. Daraus gingen zahlreiche Aufnahmen hervor, auf denen die Laurens mit ihrem stilsicheren und hochexpressiven Gesang bedeutende und z. T. bahnbrechende Interpretationen lieferte, besonders im französischen, frühen italienischen und englischen Repertoire des 17. Jahrhunderts (Lully, Lambert, Charpentier, Monteverdi, Rossi, Purcell).

Seit 1980 sang sie auf führenden Bühnen Europas und der USA, in Kolumbien, Israel, Südafrika und Japan. Sie interpretierte dabei Rollen in: Die Nase von Dmitri Shostakovich, Dido and Aeneas von Purcell (Dido), Atys von Lully (Cybèle), I puritani von Bellini an der Seite von June Anderson, La clemenza di Tito und Le nozze di Figaro von Mozart, L’Orfeo und L’incoronazione di Poppea (Poppea und Nerone) von Monteverdi, die h-Moll-Messe (BWV 232) von J. S. Bach, L’enfance du Christ von Berlioz.Guillemette Laurens trat außerdem auf in: La voix écarlate von Jacques Castérède, The Rape of Lucretia von Benjamin Britten, Der Jasager von Kurt Weill und Pierrot Lunaire von Schönberg.

Darüber hinaus wirkte sie mit verschiedenen anderen Ensembles und Dirigenten zusammen, wie Philippe Herreweghe und der Chapelle Royale, Ton Koopman und dem Amsterdam Baroque Orchestra, Vincent Dumestre und Le Poème Harmonique, Hugo Reyne und La Simphonie du Marais, Gustav Leonhardt und La Petite Bande, Skip Sempé und Capriccio stravagante, Martin Gester und Le Parlement de Musique, Jérôme Correas und Les Paladins, Il Giardino Armonico, Sequentia u. a.

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