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SUMMARY:KONZERT | Lange Nacht der Kirchen | Vento Veneziano
DESCRIPTION:Lange Nacht der Kirchen – Vento Veneziano\nVenezianische Mehrchörigkeit in außergewöhnlicher Besetzung \nDie Canzoni Giovanni Gabrielis werden interpretiert von einem reinen Renaissanceblockflöten-Ensemble. Ein faszinierendes Zusammenspiel verschiedenster Flötengrößen\, das den Kirchenraum mit warmen\, historischen Klängen füllt. \n  \nEine Zusammenarbeit von mdw Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien\, KUG Kunstuniversität Graz und MUK Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien. \n  \nMitwirkende: \nmdw: Lisa Felderer\, Britta Kähny\, Chun-Shih Lin\, Katharina Lugmayr \nMUK: Anna Barnás\, Adam Benold\, Michaela Brandstötter\, Thomas List\,\nMoritz Reifner\, Marie Winnecke \nKUG: Katrin Felbermair\, Christine Gnigler\, Margaux Goubet\,\nPia Gruber\, Valentin Lagger\, Leona Lenger\, Olivia Schöffmann\,\nLea Sobbe\, Klara Werner
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DESCRIPTION:VENTO VENEZIANO\nEine Musikalische Reise in das Venedig des 16. Jahrhunderts mit zwölfstimmiger Consortmusik.\n  \n  \nMitwirkende: \nmdw: Lisa Felderer\, Britta Kähny\, Chun-Shih Lin\, Katharina Lugmayr \nMUK: Anna Barnás\, Adam Benold\, Michaela Brandstötter\, Thomas List\,\nMoritz Reifner\, Marie Winnecke \nKUG: Katrin Felbermair\, Christine Gnigler\, Margaux Goubet\,\nPia Gruber\, Valentin Lagger\, Leona Lenger\, Olivia Schöffmann\,\nLea Sobbe\, Klara Werner \n  \n  \nGiovanni Gabrielis instrumentale Ensemblewerke nehmen einen\nbedeutenden Platz in der Geschichte der westlichen Musik ein. In\neiner Zeit\, in der viele seiner Zeitgenossen klein besetzte\nKammermusik – oft in einem virtuosen Stil – schrieben\, hauchte\nGabrieli der mehrchörigen Canzona neues Leben ein und verlieh ihr\neine Originalität und einen Reichtum\, die in der Instrumentalmusik\nbis dahin ungesehen waren. Seine Werke sind der großartigste\nBeitrag\, der je zu dieser Gattung geleistet wurde\, und sie sind in jeder\nHinsicht ebenso dramatisch wie einige der instrumentalen\nMeisterwerke des Spätbarocks. Die erstaunliche Vielfalt an\nErfindungskraft in Gabrielis instrumentalen Ensemblewerken lässt\nkeinen Zweifel daran aufkommen\, dass wir es hier mit den\nSchöpfungen eines der großen Komponisten der Musikgeschichte zu\ntun haben.\nGabrieli komponierte seine Instrumentalwerke wahrscheinlich für\nden Gebrauch in den venezianischen Institutionen\, an denen er wirkte\nund musizierte: dem Markusdom (und anderen venezianischen\nKirchen\, in denen die Musiker von San Marco von Zeit zu Zeit\nauftraten) und der Scuola Grande di San Rocco. Als ständiger\nOrganist an diesen beiden Institutionen zwischen 1585 und seinem\nTod im Jahr 1612 hatte Gabrieli reichlich Gelegenheit\, seine Werke\naufführen zu lassen – nicht zuletzt wegen der ungewöhnlichen\nFreiheit\, die ihm als bedeutendstem Komponisten Venedigs gewährt\nwurde.\nDie Tatsache\, dass einige der Werke aus der Sammlung von 1615 in\nBearbeitungen für Tasteninstrumente erhalten sind\, deutet darauf hin\,\ndass sie sich einer Beliebtheit erfreuten\, die über die Grenzen der\nKirche hinausging. Sicherlich waren diese Werke auch außerhalb des\nVeneto bekannt und bewundert\, denn unter den erhaltenen\nExemplaren dieses Drucks befinden sich einige\, die in\nMusikinstitutionen nördlich der Alpen (z.B. in Augsburg) verwendet\nwurden\, wo Gabrielis Ruhm noch lange fortlebte\, nachdem seine\nMusik in seiner Heimatstadt bereits in Vergessenheit geraten war.\nDas Titelblatt von G. Gabrielis „Canzoni et Sonate“ (1615) gibt an\,\ndass die Werke „per sonar con ogni sorte de instrumenti“ (auf\nInstrumenten aller Art zu spielen) sind. Diese Beschreibung wurde\nwahrscheinlich vom Herausgeber oder Verleger hinzugefügt\, um die\nAttraktivität des Drucks auf dem Markt zu steigern; ähnliche\nAngaben finden sich auch in anderen venezianischen Drucken dieser\nZeit. Inwieweit dieser Kommentar Gabrielis eigene Haltung zur\nInstrumentierung dieser Werke widerspiegelt\, lässt sich nicht genau\nbestimmen.\nEs gibt jedoch genügend Informationen über die Instrumente\, die\nwährend Gabrielis Dienstzeit am Markusdom (und in San Rocco)\nverwendet wurden. Diese zeigen deutlich\, dass Zinken\, Violinen und\nPosaunen sicherlich bevorzugt wurden.\nDass einige dieser Werke in diesem Konzert heute ausschließlich mit\nBlockflöten besetzt erklingen\, ist sicher ein gewagtes Unterfangen und\nhat in dieser Weise wahrscheinlich nie stattgefunden.\nDennoch finden wir es mehr als reizvoll\, mit den\nRenaissanceblockflöten\, deren Vorbilder zu einem großen Teil in der\n„Sammlung alter Musikinstrumente“ der Neuen Burg in Wien zu\nfinden sind\, diese wunderbare Musik heute wieder erklingen zu\nlassen.\nDie Tonumfänge passen perfekt für unsere Consortinstrumente\,\nwobei wir tatsächlich aus dem vollen schöpfen können: Die\nBlockflöten stammen zum größten Teil aus der Werkstätte des\nBlockflötenbauers Adrian Brown\, der die Originalinstrumente\nsorgfältig vermessen und akribisch nachgebaut hat. Aber auch\nInstrumente von Bob Marvin und Adriana Breukink werden mit\ndiesen gemeinsam erklingen.\nAbschließend sei noch ein großer Dank den drei Universitäten KUG\,\nmdw und MUK gesagt\, durch deren Unterstützung dieses\ngemeinsame Projekt stattfinden kann. Ein ganz herzlicher Dank gilt\nauch meinen Kolleginnen Katharina Lugmayr\, Christine Gnigler und\nLea Sobbe und natürlich allen mitwirkenden Studentinnen und\nStudenten!\n– Thomas List
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