María Cristina Kiehr

María Cristina Kiehr stammt von dänischen Vorfahren ab. Ihre erste musikalische Ausbildung (Geige) erhielt sie in ihrer argentinischen Heimatstadt Tandil. Mit 17 Jahren entdeckte sie ihre Gesangsstimme und die Liebe zur Alten Musik. Nach einem Jahr Gesangsunterricht in Argentinien entschloss sie sich 1983 zu weiteren Gesangsstudien nach Europa zu gehen, um sich bei René Jacobs und an der Schola Cantorum Basiliensis im Barockgesang weiterzubilden. Zur gleichen Zeit studierte sie bei der Opernsängerin Eva Krasznai-Gombos in Basel Gesangstechnik.
Maria Crístina Kiehr hat bei zahlreichen Konzerten und Aufnahmen mitgewirkt, unter anderem mit dem Concerto Vocale unter René Jacobs, dem Concerto Köln, dem Cantus Cölln, Hespèrion XX (jetzt Hesperion XXI) unter Jordi Savall und dem Ensemble Concerto Soave mit dem Cembalisten Jean-Marc Aymes. Letzteres Ensemble widmet sich insbesondere der italienischen Musik des frühen 17. Jahrhunderts.
Besonders engagiert sich Kiehr für die Musik des Frühbarocks. Sie hat das Ensemble La Colombina mitbegründet, das sich hauptsächlich auf das Repertoire der spanischen und lateinamerikanischen Renaissance konzentrierte. Ihr Operndebüt hatte Kiehr in Innsbruck in Francesco Cavallis Giasone unter René Jacobs. Zu ihrem Opernrepertoire gehören alle wichtigen Partien von Monteverdi, Purcell, Telemann, Gluck und Vivaldi. Sie stand aber auch in vielen unbekannteren Werken auf der Bühne.