IGP Masterstudium – Viola
Informationen zum Studium unter https://www.mdw.ac.at/1319/

Zulassungsprüfung

  1. Eine der folgenden Optionen von Bach:
   a) vier Sätze aus einer Solo-Suite (original für Violoncello)
   b) vier Sätze aus einer Partita (original für Violine)
   c) die ersten zwei Sätze einer Solosonate (original für Violine)
2. 1. Satz mit Kadenz aus einem Violakonzert der Klassik (mindestens im Schwierigkeitsgrad   von Hoffmeister)
3. ein schneller Satz aus einem Violakonzert oder ein Konzertstück des 19. oder 20. Jahrhunderts

 

Masterprüfung:

 

  1. Eine Solo-Suite für Violoncello oder eine Solo-Sonate bzw. Solo-Partita für Violine von J. S. Bach in der Bearbeitung für Viola
  2. Zwei Konzerte aus verschiedenen Stilepochen im Schwierigkeitsgrad von z.B. Walton, Bartok, Hindemith, Mozart (Sinfonia Concertante). Eines der Werke muss nur im Umfang von einem schnellen Satz gespielt werden.
  3. Zwei Sonaten oder gleichzuhaltende Werke aus verschiedenen Stilepochen (Ein modernes Werk, dessen Tonsprache sich deutlich von der des 19. Jahrhunderts unterscheidet, muss vertreten sein. Schwierigkeitsgrad etwa von Schubert, Brahms, Reger, Britten).
  4. Ein Kammermusikwerk
  5. Eine Caprice oder Etüde von Paganini oder Dont oder
    Palaschko op. 49

Das Solowerk von J. S. Bach und eines der beiden Konzerte sollen auswendig gespielt werden.

Das Programm muss ein Werk aus den persönlichen Schwerpunktbildungen der/des Studierenden enthalten (kann bei der Prüfung erläutert werden).

Das gewählte künstlerische Programm ist in ausgedruckter Form bei der Prüfung vorzulegen.

 

Künstlerische Prüfung (ab Studienbeginn Herbst 2025!):


Die Prüfung besteht aus einem internen Teil und einem öffentlichen Konzert.
Es sind insgesamt sechs Programmpunkte vorzubereiten:
•    eine der folgenden Optionen von Bach:
a)   eine Solo-Suite (original für Violoncello)
b)   vier Sätze aus einer Partita (original für Violine)
c)   1. und 2. Satz aus einer Solosonate (original für Violine)
•    2. und 3. Satz mit Kadenzen eines Violakonzerts der Klassik (mindestens im Schwierigkeitsgrad von Hoffmeister)
•    ein schneller und ein langsamer Satz/Teil eines Violakonzerts des 20. oder 21. Jahrhunderts
•    eine Konzert-Etüde im Schwierigkeitsgrad von F. Hermann Konzertetüden op.18 oder M. Vieux
•    zwei ganze Werke freier Wahl, wobei eines davon ein Kammermusikwerk sein muss. Die Besetzung Viola/Klavier ist für das Kammermusikwerk nicht möglich.

 

Das Programm muss alle Stilrichtungen Barock, Klassik, Romantik, Klassische Moderne sowie ein zeitgenössisches Werk beinhalten, das nicht älter als 20 Jahre ist und das sich stilistisch deutlich von den Werken des traditionellen Repertoires abhebt. Es wird hierfür eine Kooperation mit Studierenden der Kompositionsklassen angeregt.

 

Werke bzw. Sätze aus der Bachelorprüfung dürfen nicht nochmals programmiert werden.

 

Alle Werke sind ohne Wiederholungen zu spielen.

 

Zwei Werke müssen auswendig vorgetragen werden.

 

In der internen Prüfung kann während des Vortrags abgebrochen werden. Das Stück, mit dem der Vortrag begonnen wird, kann von der_m Kandidat_in selbst gewählt werden.
Voraussetzung für die Zulassung zum öffentlichen Teil ist die positive Beurteilung der internen Prüfung.

 

Das Programm mit Angaben der Aufführungszeiten muss für beide Prüfungsteile (intern, öffentlich) dem Institutsbüro spätestens zwei Monate vor der Prüfung zur Begutachtung durch die Kommission übermittelt werden. Dabei soll die Aufteilung der beiden Prüfungsteile durch die Kandidatin/den Kandidaten bereits festgelegt sein.

Drei Wochen vor der internen (!) Prüfung wird die genaue Auswahl der zu spielenden Werke bekanntgegeben.

 

Das gewählte künstlerische Programm ist in ausgedruckter Form bei der Prüfung vorzulegen.

 

Dauer der Prüfungen:
•    intern: etwa 40 Minuten
•    öffentlich: etwa 45 - 50 Minuten

 

Prüfung unter didaktischem Aspekt:

Prüfungskriterien:
Bei der Prüfung unter didaktischem Aspekt geht es um die Fähigkeit, künstlerische und instrumental-handwerkliche Kompetenz auf einem bratschistisch fortgeschrittenen Niveau ganzheitlich zu vermitteln.
Mit Ende des Studiums soll die_der Studierende über ein vertieftes musik- und instrumentalpädagogisches Wissen verfügen und einen Überblick über das Fach, seine Literatur und wichtige Themengebiete gewonnen haben.
Anhand der Werkliste wird überprüft, inwieweit sich die_der Kandidat_in ein Repertoire an pragmatischen Vorgehensweisen für diverse Unterrichtssituationen (wie z.Bsp. verschiedene Alters- und Leistungsstufen) angeeignet hat. In der Lehrprobe geht es darum, flexibel auf die Unterrichtssituation zu reagieren, begründete inhaltliche Prioritäten zu setzen und zu musikalisch-künstlerischen Fragestellungen instrumentaltechnische Entsprechungen aufzuzeigen. Das anschließende Gespräch gibt die Möglichkeit, weitere Aspekte der Lehrprobe vertiefend zu erörtern.


Lehrprobe (ca. 20 Minuten) mit anschließendem Gespräch:
Die Lehrprobe orientiert sich an der Realität eines Hearings.
Die_der fortgeschrittene Lehrschüler_in wird von der Kommission für die Lehrprobe ausgewählt
Erwartet wird eine lösungsorientierte, dem Stand der_s Schüler_in entsprechende Herangehensweise. Neben der Auseinandersetzung mit musikalischen Fragen und deren technischer Umsetzung soll das erweiterte, eigenständige musikpädagogische Denken und Handeln erkennbar werden.


Verbaler Prüfungsteil:
1. Werkbesprechung:
Hierfür müssen zwei bedeutende Werke der Unterrichtsliteratur eigener Wahl besprochen werden, die spezielle Interessensgebiete oder thematische Schwerpunkte der_s Studierenden aufzeigen dürfen. Neben einer bratschenpädagogischen Erörterung wird eine umfassende Auseinandersetzung mit den Werken im erweiterten Kontext (wie z.Bsp. die kulturgeschichtliche oder politische/gesellschaftliche Relevanz, der Bezug zur eigenen Lehrtätigkeit oder zu aktuellen, kulturellen und sozialen Fragestellungen) erwartet.


2. Kolloquium zu folgenden möglichen Themenbereichen:
•    Anwendungsorientiertes Arbeiten im Hinblick auf musikalische Gestaltung:
unterschiedliche pädagogische Ansätze, umfassende Literaturkenntnis, Stilbewusstsein, lang- und kurzfristige Unterrichtsplanung, Übestrategien
•    Allgemeine Technik:
das Bratschenspiel als Handwerk und dessen methodischer Aufbau.
•    Physiologie:
Prinzipien von Bewegungsabläufen, Körperhaltung, Balance und Koordination
•    Wertevermittlung:
Ziele, zwischenmenschliche Beziehung und Kommunikation im Kontext der heutigen musikalisch-kulturellen Realität

Die Reihenfolge der Prüfungsteile ist frei wählbar.

Dauer der Prüfung: etwa 40 Minuten