IGP Bachelorstudium – Violine
Informationen zum Studium unter https://www.mdw.ac.at/1320/

 

Zulassungsprüfung (entspricht IME 1. Instrument)

  1. Ein schneller Satz aus einem Violinkonzert
  2. Ein Werk eigener Wahl aus einer anderen Stilepoche – daraus ein langsamer und ein schneller Satz – oder alternativ: ein Werk eigener Wahl aus einer anderen Stilepoche, das beide Kriterien vereint.
  3. Eine Etüde

 

Bachelorprüfung (entspricht Bachelorprüfung IME 1. Instrument)
1.    Ein langsamer (mit Doppelgriffen) und ein schneller Satz aus einer Solosonate oder Partita von J.S.Bach
2.    Ein schneller Satz aus einem Konzert, mindestens im Schwierigkeitsgrad von Mozart (mit Kadenz), Haydn C, Kabalewski, Bruch, Mendelssohn, Lalo, etc.
3.    2 Sonaten oder zyklische Werke (auch Kammermusik), jeweils einen langsamen und einen schnellen Satz
4.    Ein Werk freier Wahl

 

Das Programm muss alle Gattungen (Sonate, Konzert, Kammermusik), ein Werk von Mozart sowie die Stilrichtungen: Barock, Klassik, Romantik, erste Hälfte des 20.Jhdts. und ein Werk nach 1945 (ein Werk aus dem Bereich der neuen Musik, das sich stilistisch deutlich von den Werken des traditionellen Repertoires abhebt) enthalten, wobei Barock und Klassik mit den Werken Mozarts und Bachs bereits abgedeckt sind.

Die Besetzung Violine/Klavier ist für das Kammermusikwerk nicht möglich. Die Werke sind ohne Wiederholungen zu spielen.

Das Stück, mit dem der Vortrag begonnen wird, kann von der Kandidatin/dem Kandidaten selbst gewählt werden und ist zur Gänze vorzutragen. Bei Überlänge (mehr als ca. 7 min) wird unterbrochen.

 

Das gewählte künstlerische Programm ist in ausgedruckter Form bei der Prüfung vorzulegen.

 

Dauer des Vorspiels: etwa 25-30 min

 

Künstlerische Prüfung (entspricht Bachelorprüfung IME 1. Instrument)
(ab Studienbeginn Herbst 2025!):
Es sind insgesamt 6 Programmpunkte vorzubereiten:
•    eine der folgenden Optionen von Bach:
a)    vier Sätze aus der 2. oder 3. Partita
b)    zwei Sätze plus Doubles aus der 1. Partita
c)    Ciaccona aus der 2. Partita
d)    die ersten zwei Sätze einer Solosonate
•    1. Satz mit Kadenz aus einem der Violinkonzerte von Mozart
•    ein schneller Satz aus einem Violinkonzert der Romantik oder Klassischen Moderne
•    eine Sonate oder ein zyklisches Werk – daraus ein langsamer und ein schneller Satz
•    ein Werk freier Wahl
•    ein Kammermusikwerk (ganz oder ein repräsentativer Ausschnitt im zeitlichen Rahmen von 5 bis 8 Minuten). Die Besetzung Violine/Klavier ist für das Kammermusikwerk nicht möglich.

 

Das Programm muss alle Stilrichtungen Barock, Klassik, Romantik, Klassische Moderne sowie ein Werk nach 1970 beinhalten, das sich stilistisch deutlich von den Werken des traditionellen Repertoires abhebt.
Alle Werke sind ohne Wiederholungen zu spielen.
Zwei Werke müssen auswendig vorgetragen werden.
Das Stück, mit dem der Vortrag begonnen wird, kann von der_m Kandidat_in selbst gewählt werden.

Das Programm mit Angaben der Aufführungszeiten muss dem Institutsbüro spätestens 2 Monate vor der Prüfung zur Begutachtung durch die Kommission übermittelt werden. 3 Wochen vor der Prüfung wird die genaue Auswahl der zu spielenden Werke bekanntgegeben.

 

Das gewählte künstlerische Programm ist in ausgedruckter Form bei der Prüfung vorzulegen.

 

Dauer der Prüfung: etwa 40 Minuten

 

Prüfung unter didaktischem Aspekt:

Prüfungskriterien:
Bei der Prüfung unter didaktischem Aspekt geht es um die Fähigkeit der Vermittlung von künstlerischer, musikalischer und instrumental-handwerklicher Kompetenz.
Mit Ende des Studiums soll die_der Studierende über ein vielfältiges musik- und instrumentalpädagogisches Grundlagenwissen verfügen und einen Überblick über das Fach, seine Literatur und wichtige Themengebiete gewonnen haben.
Anhand der Werkliste wird überprüft, inwieweit sich die_der Kandidat_in ein Repertoire an pragmatischen Vorgehensweisen für diverse Unterrichtssituationen (wie z.Bsp. verschiedene Alters- und Leistungsstufen) angeeignet hat. In der Lehrprobe geht es darum, flexibel auf die Unterrichtssituation zu reagieren, begründete inhaltliche Prioritäten zu setzen und zu musikalisch-künstlerischen Fragestellungen instrumentaltechnische Entsprechungen aufzuzeigen. Das anschließende Gespräch gibt die Möglichkeit, Aspekte der Lehrprobe tiefergehend zu erörtern.


Verbaler Prüfungsteil:
Hierzu muss eine umfassende Liste mit Unterrichts - und methodisch/didaktischer Fachliteratur zusammengestellt werden, die nach den Prüfungskriterien vorzubereiten ist und den aktuellen Wissensstand abbilden soll.
In freier Rede referiert die_der Kandidat_in zunächst über ein Thema, dass sich auf ein Werk der Liste bezieht (ca. 10 Min). Anschließend stellt die Kommission Fragen zu weiteren Werken der Liste und zu folgenden Themen:

•    Technik: Methodischer Aufbau geigerisch-technischer Grundlagen auf verschiedenen Alters- und Leistungsstufen
•    Musikalisches Arbeiten: Erörterung musikalischer Fragen und deren konkreter technischer Umsetzung auf dem Instrument
•    Physiologie: Prinzipien von Bewegungsabläufen, Körperhaltung, Balance, Koordination und Timing im Geigenspiel
•    Unterrichtsstrategien und Vermittlung von Übemethoden


Lehrprobe (ca. 20 Minuten) mit anschließendem Gespräch:
Diese soll mit einer_m Schüler_in, mit der_m bereits zuvor gearbeitet wurde, stattfinden und sich inhaltlich an den oben genannten Punkten anlehnen.

In der Beurteilung kommt der Lehrprobe das größere Gewicht zu.

Die Reihenfolge der Prüfungsteile ist frei wählbar.

Dauer der Prüfung: etwa 40 Minuten