- IGP Masterstudium – Violoncello
Informationen zum Studium unter https://www.mdw.ac.at/1323/
Zulassungsprüfung:
- J. S. Bach: Prélude, Sarabande und ein weiterer Satz freier Wahl aus den sechs Suiten für Violoncello solo BWV 1007 – 1012
- Ein schneller Satz aus einem Cellokonzert im Schwierigkeitsgrad von Haydn (C-Dur Hob. VIIb:1), Lalo (d-Moll), Saint-Saëns (Nr. 1 a-Moll Op. 33)
- Ein langsamer und ein schneller Satz aus einer Sonate oder einem zyklischen Werk für Violoncello und Klavier
Masterprüfung: 1) Eine der Solosuiten Nr. 4 - 6 von J.S. Bach stilistisch deutlich von den Werken des traditionellen Repertoires abhebt.
Es sind jeweils ganze Werke vorzubereiten. Die Suite von J.S. Bach und das Konzert müssen auswendig vorgetragen werden.
Wenn ein zeitgenössisches Konzert ausgewählt wird, muss Punkt 5) durch ein Werk einer nicht abgedeckten Epoche ersetzt werden.
Das Kammermusikwerk sowie ein weiteres Werk des künstlerischen Programms sind im Rahmen eines öffentlichen Konzertes (Mindestspieldauer 45 Minuten) zu spielen.
Voraussetzung für die Zulassung zum öffentlichen Teil ist die positive Beurteilung der ersten Teilprüfung.
Das Programm muss ein Werk aus den persönlichen Schwerpunktbildungen der/des Studierenden enthalten (kann bei der Prüfung erläutert werden).
Das gewählte künstlerische Programm ist in ausgedruckter Form bei der Prüfung vorzulegen.
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Künstlerische Prüfung (ab Studienbeginn Herbst 2025)
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Prüfung unter didaktischem Aspekt:
Prüfungskriterien
Die Prüfung unter didaktischem Aspekt bewertet die Befähigung der Studierenden zur ganzheitlichen Vermittlung künstlerischer, musikalischer und instrumental-handwerklicher Kompetenzen auf einem cellistisch fortgeschrittenen Niveau. Am Ende ihres Studiums sollen die Studierenden über ein vertieftes musik- und instrumentalpädagogisches Wissen verfügen, sowie einen breiten Überblick über das Fachgebiet, dessen Literatur und zentrale Themengebiete haben.
Lehrprobe (ca. 20 Minuten) mit anschließendem Gespräch
Die Lehrprobe orientiert sich an der Realität eines Hearings.
Der/die fortgeschrittene LehrschülerIn wird von der Kommission für die Lehrprobe ausgewählt.
Erwartet wird eine lösungsorientierte, dem Stand des Schülers/der Schülerin entsprechende Herangehensweise. Es geht darum, flexibel auf die Unterrichtssituation zu reagieren, begründete inhaltliche Prioritäten zu setzen und zu musikalisch-künstlerischen Fragestellungen instrumentaltechnische Entsprechungen aufzuzeigen. Neben der Auseinandersetzung mit musikalischen Fragen und deren technischer Umsetzung soll das erweiterte, eigenständige musikpädagogische Denken und Handeln erkennbar werden. Das anschließende Gespräch gibt die Möglichkeit, weitere Aspekte der Lehrprobe vertiefend zu erörtern.
Verbaler Prüfungsteil
1. Werkbesprechung:
Hierfür müssen zwei einzureichende, bedeutende Werke eigener Wahl besprochen werden, die auch spezielle Interessensgebiete oder thematische Schwerpunkte der/des Studierenden aufzeigen dürfen. Erwartet wird eine umfassende Auseinandersetzung mit den Werken im erweiterten Kontext, die kulturgeschichtliche, politisch/gesellschaftliche relevante Aspekte ebenso einschließt, wie allfällige instrumentalpädagogische Erörterungen. Auf Grundlage der beiden Werke wird auch geprüft, wie weit sich Studierende ein Repertoire an methodischen Ansätzen für verschiedene Unterrichtssituationen angeeignet haben.
2. Kolloquium zu folgenden möglichen Themenbereichen:
• Anwendungsorientiertes Arbeiten im Hinblick auf musikalische Gestaltung:
- unterschiedliche pädagogische Ansätze, umfassende Literaturkenntnis, Stilbewusstsein, lang - und kurzfristige Unterrichtsplanung, Übestrategien.
• Allgemeine Technik:
- Das Cellospiel als Handwerk und dessen methodischer Aufbau.
• Physiologie:
- Prinzipien von Bewegungsabläufen, Körperhaltung, Balance und Koordination
• Wertevermittlung:
- Ziele, zwischenmenschliche Beziehung und Kommunikation im Kontext der heutigen musikalisch-kulturellen Realität.
Die Reihenfolge der Prüfungsteile ist frei wählbar.
Dauer der Prüfung: etwa 40 Minuten