Leben in Sydney

Everyday life

Teil 2 des Berichts Studieren am Sydney Conservatorium of Music

Praktische Tipps, um sich das Leben einfacher zu machen

Das Leben in Sydney ist teuer! Wir als Studierende der mdw haben einen großen Vorteil gegenüber vielen anderen Auslandsstudierenden. Wir sind als Exchange-Studenten in Sydney, d.h. wir bekommen einen Preisnachlass (Concession) für die öffentlichen Verkehrsmittel.

Trotzdem sind öffentliche Verkehrsmittel immer noch sehr teuer! Studenten können eine Wochenkarte kaufen, die aber nur für die Strecke zwischen dem Ausgangspunkt und Zielpunkt gilt (Stand 2014). Ein Semesterticket in diesem Sinne gibt es nicht.

Street in Sydney
Street in Sydney

My bike is my best friend

Wer eher im Zentrum wohnt, ist mit einem Fahrrad sehr gut bedient. Im Zentrum und auch sonst gibt es eigentlich genügend Fahrradwege. Wenn man sie einmal gefunden hat, geht alles ganz schnell, oft viel schneller als mit den Öffentlichen.

Aber auch, wenn man in einem Vorort wohnt ist ein Fahrrad sehr praktisch. Es kann sein, dass man 15 Minuten oder sogar länger zur nächsten Train Station gehen muss – ich hätte jeden Tag 30 Minuten gehen können, mit dem Fahrrad waren es nur noch 10 Minuten.

Biking in Australia
Biking in Australia

Wer aber ein Fahrrad hat, muss auch einen Fahrradhelm kaufen, denn in Sydney gilt die Helmpflicht und Polizeistrafen in Sydney sind saftig! Aber dieses Problem ist schnell gelöst: Einfach in den Target gehen und sich einen Helm für $10 kaufen und die Sache ist erledigt 😉

Fixkosten pro Monat

Meine Fixkosten pro Monat betrugen ca. $750 (umgerechnet ca. 520€). Darin sind Miete, Handy, Strom, Internet, Public Transport und Essen enthalten. Ich hatte einen großen Segen mit meiner Miete: Mit nur $115 pro Woche bin ich ziemlich gut weggekommen. Normalerweise zahlt man $250 pro Woche und aufwärts.

Auf der Homepage der Sydney Uni bekommt man genügend Information zu Wohnen etc. Von anderen Auslandsstudierenden weiß ich, dass es nicht schwer ist, etwas zu finden, wenn man in Sydney ist. In der Orientation Week bekommt man aber auch noch mehr Informationen dazu.

Sydney Skyline
Sydney Skyline

Fortgehen, auswärts Essen oder was auch immer es ist, ist hier in Sydney einfach teuer. Für das Kino zahlt man im Durchschnitt $17 (umgerechnet ca. 12€) und es ist fast eine Unmöglichkeit, Tickets für Konzerte und dergleichen für unter $10 zu bekommen.

Manchmal vergibt das Con Freikarten für Veranstaltungen in der Oper. Bestimme Professoren auf dem Con erhalten hin und wieder ein paar Freikarten, die sie im Normalfall nur an ihre Studenten weitergeben. Wenn man allerdings mit einem oder einer dieser Studenten bekannt ist, dann… 😉 Ich z.B. bekam einmal von einer Freundin eine Freikarte für “Rigoletto” in der Sydney Oper.

Everyday Life

(Lebensmittel) Einkaufen ist, wie alles andere in Sydney, ebenfalls teuer. Es gibt drei führende Supermarktketten in Sydney: Woolworths, Coles und, man höre und staune, Aldi! Wer günstige Lebensmittel kaufen möchte, der gehe zum Aldi. Aldi hat aber, wie unser Hofer auch, nicht alles und auch wenig Extravagantes. Aldi hat auch weniger Bio-Produkte als die anderen zwei Ketten.

Es gibt auch eigene Feinkostläden bzw. Bioläden (jedes größere Einkaufszentrum hat zumindest ein solches Geschäft dabei), die Obst und Gemüse, Milchprodukte, Nüsse etc. anbieten. Dort bekommt man auch Roggenmehl, Maismehl, Quinoamehl etc. Wer günstige Shampoos, Zahnpasta, Schreibwaren, Putzmittel oder dergleichen kaufen möchte, sollte in “Billigläden” gehen, wie z.B. Priceline oder The Reject Shop.

Street in Sydney
Street in Sydney

Food & Drink

Was die Lebensmittel angeht, so bekommt man hier eigentlich alles, was man will. Es ist überhaupt nicht schwer, ohne Gluten oder vegan zu leben. Man hat tonnenweise asiatische Lebensmittel zur Verfügung, sei es Thai, Chinesisch, Sushi, Indisch etc. Obst ist relativ teuer und besonders Jogurt und Brot! (Mit teuer meine ich 1 kg Brot = ca. $7.00, was ungefähr 5€ entspricht.)

Wer gutes österreichisches Brot essen möchte, muss es sich entweder selbst zubereiten oder einen Wochenmarkt suchen, der gutes Brot verkauft – und das ist dann sehr teuer. Es gibt hier und da auch deutsche Bäckereien – sehr selten, aber zu finden (z.B. Central Station) – die auch relativ gutes Brot haben.

Wochenmärkte gibt es viele in Sydney. Ich habe einmal den Organic Food Market in Marrickville angeschaut. Die hatten dort echt tolles Essen, z.B. Brot, allerlei Nüsse und Trockenfrüchte, Honig und Teestände, Öle usw. Auch einen kleinen Flohmarkt hatten sie dabei. Alles in allem sicherlich auf der alternativen Seite, aber trotzdem mindestens einen (wenn nicht sogar mehrere) Besuch wert! Für weitere solche Märkte einfach auf die Homepage schauen: www.organicfoodmarkets.com.au

Das Leitungswasser in Sydney ist sauber und ohne Probleme zu trinken. Es riecht bei Zeiten etwas nach Chlor, kann auch manchmal danach schmecken, aber es ist gutes und sauberes Wasser.

Studentenkonto

Es ist ganz leicht, ein Bankkonto in Sydney zu eröffnen. Einfach in eine Bank gehen und sagen, dass man ein Konto eröffnen will. Für Studenten ist es auch gratis. Ich habe ein Konto bei der Commonwealth Bank eröffnet.

Eine Sache ist hier in Sydney aber ärgerlich: Für jede Abhebung vom Bankomat, der nicht zur eigenen Bank gehört, zahlt man $2.50. Die CommBank hat sehr viele Bankomaten herumstehen, daher würde ich sie empfehlen.

 

Alle Fotos: Marion Han

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