Erasmus+ Lehrendenmobilität in Rom

Unterricht mit Studierenden des Conservatorio Di Musica “Alfredo Casella”

Vom 28. Oktober bis 2. November 2015 hatte ich als Lehrende des Instituts für Musik- und Bewegungserziehung sowie Musiktherapie die Möglichkeit, im Rahmen des internationalen Kongresses Il Corpo nel Suono (Der Körper im Klang) in Rom einige Tage mit Studierenden des Conservatorio Di Musica “Alfredo Casella” zu arbeiten.

An der mdw unterrichte ich das Fach Klavier- und Instrumentalimprovisation / Bewegungsbegleitung, das die Studierenden u.a. dazu ausbilden soll, in direktem Kontakt mit Bewegenden am Instrument zu improvisieren. Diese Kompetenz wird später in der Arbeit mit unterschiedlichsten Zielgruppen gebraucht: im pädagogischen Kontext mit Gruppen jeglichen Alters, in der Inklusions- und Heilpädagogik oder der Geragogik ebenso wie im künstlerischen Kontext etwa in der Kooperation mit TänzerInnen.

Symposium "Der Körper im Klang" ©Andrea Toschi
Symposium “Der Körper im Klang” ©Andrea Toschi

“MusikerInnen und TänzerInnen in einem gemeinsamen Raum”

Letzteres war der Inhalt meines Unterrichts in Italien. Studierende des Konservatoriums hatten die Gelegenheit, sich im Rahmen des mehrtägigen internationalen Kongresses Il Corpo nel Suono in Rom gemeinsam mit TänzerInnen der Academia Nazionale di Danza in diesem Bereich zu vertiefen.

Die künstlerische Zusammenarbeit von MusikerInnen und TänzerInnen erfordert von beiden Seiten Wissen und Erfahrungen, die über die Kompetenzen in ihren Fachbereichen hinausgehen. Musizierende brauchen Bewegungserfahrung, Tanzende das Wissen über musikalische Zusammenhänge. Allen Beteiligten dementsprechende Erfahrungen und Erkenntnisse zu ermöglichen, die das übergreifende Arbeiten gelingen lassen, war Ziel meines Unterrichts.

Unterricht am Conservatorio Di Musica Alfredo Casella ©Andrea Toschi
Symposium “Der Körper im Klang” ©Andrea Toschi

Unterschiedliche Gruppen von Teilnehmern

Spannend war für mich dabei die Unterschiedlichkeit der Gruppen. Zum Großteil waren es Studierende. Aber auch Lehrende der Academia Nazionale di Danza bzw. MusikerInnen (vorwiegend PianistInnen), die an der Akademie im Tanzunterricht korrepetieren, haben die Möglichkeit zur Fortbildung genutzt.

Für mich war es ein sehr feines Unterrichtserlebnis. Es kommt selten vor, dass ich MusikerInnen und TänzerInnen tatsächlich gemeinsam in einem Raum habe. Die Bereitschaft, sich auf ihre Gegenüber einzulassen, war groß und aus den Rückmeldungen schließe ich, dass alle sehr profitiert haben.

Gruppenfoto in L'Aquila ©Andrea Toschi

Möglichkeit zur eigenen Kontaktpflege

Wie schon erwähnt war mein Unterricht eingebettet in die internationale Zusammenkunft  Il Corpo nel Suono mit ExpertInnen auf dem Gebiet des Musizierens für Tanzende. Neben meinem eigenen Unterricht konnte ich mich daher gleichzeitig selbst mit MusikerInnen, KomponistInnen, Lehrenden aus Italien, England, den Niederlanden, Deutschland, Frankreich, Dänemark und Spanien austauschen und Kontakte knüpfen.

Die Folgen meines Lehraufenthalts sind erneute Einladungen der Institution in Italien und großes Interesse verschiedener europäischer Universitäten. Die Zusammenarbeit im Bereich der Ausbildung von MusikerInnen, die mit und für TänzerInnen musizieren, soll intensiver gestaltet werden: Möglicherweise entdecken wir einen gemeinsamen Ausbildungszweig.

Multimedia

Einblicke in den Kongress Il Corpo nel Suono gibt es in diesem YouTube-Video:

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