LUCA School of Arts, Campus Lemmens Institut

Eine schöne Zeit in Leuven, Belgien

Das Wintersemester 2014/15 verbrachte ich in Leuven, Belgien. Am Campus Lemmens Institut der LUCA School of Arts studierte ich ein Semester Gesang. Es war eine wunderbare Zeit für mich und ich freue mich sehr, dass ich meine Erfahrung in Belgien vorstellen darf 🙂

Leuven Stadtzentrum
Foto: Ayako Bungyoku

Wohnen in Leuven

Leuven ist eine kleine Stadt, die man von Brüssel mit dem Zug in ca. 20 – 30 min. erreichen kann. In Leuven wohnen viele StudentInnen, da es neben der Musikuniversität auch die größte Universität in Belgien gibt: die Katholike Universiteit Leuven. Deshalb gibt es vor Ort viele Boni für Studierende, z.B. das Busticket kostet nur 15 Euro pro Semester und man kann damit alle Busse benützen. Es gibt keine U-Bahn in Leuven, stattdessen zahlreiche Buslinien – das Semesterticket ist also eine große Hilfe. Viele Studierende fahren auch mit dem Rad, welches man von der Uni leihen kann. Da es ebenfalls 15 Euro pro Semester kostet, hat man die freie Wahl 🙂

Üben

Am Lemmens Institut studieren über 500 StudentInnen. Es gibt mehr als 300 Übezimmer auf der Uni und man kann von 8h bis 21h üben. In diesem Zeitraum darf man so lange üben wie man will. Am Wochenende gibt es immer verschiedenen Öffnungszeiten und man bekommt einen Monat im Vorhinein die Info per E-Mail.

Übezimmer
Foto: Ayako Bungyoku

Essen

In der Mensa gibt es einen großen Kühlschrank und eine Mikrowelle, welche man jederzeit verwenden darf. Leider gibt es bis auf kleine Brötchen oder Kuchen kein Mittagsmenü, also man sollte das Essen von zu Hause mitbringen. In der Nähe gibt es allerdings eine Bäckerei und ein paar Geschäfte, in denen man Essen kaufen kann.

Liedklas

Gesang ist mein Hauptfach und ich habe viele interessante Lehrveranstaltungen absolviert. Eines davon ist “Liedklas” (Liedklasse). Ein/e PianistIn und ein/e SängerIn bereiten ein oder zwei Lieder pro Woche vor, die in der Stunde präsentiert werden. In der Liedklasse unterrichten drei LehrerInnen: Eine Gesanglehrerin, ein Pianist und eine Ballettlehrerin. Dort probiert man szenische Arbeit mit den Lehrern. Es war wirklich interessant und ich lernte viel. Anhand der Arbeit war ich erstaunt, wie viele Möglichkeiten es gibt, um ein Lied darzustellen.

Studierende
Foto: Ayako Bungyoku

Bühnenerfahrung

Abseits der Klassenabende gab es die Gelegenheit, sein Programm vorzuspielen oder vorzusingen. Fast jeden Tag gibt es ein Lunch Time-Concert bzw. Abendkonzert im Großen oder Kleinen Konzertsaal. Dort darf man 10 – 15 Minuten lang sein Programm vorspielen oder vorsingen – natürlich eine sehr gute Übung für Studierende.

Sprachen

In Belgien sprechen die Leute Flämisch, Französisch, Deutsch und alle beherrschen gut Englisch. Meine Gesangslehrerin spricht Französisch und Flämisch als Muttersprache, spricht aber auch sehr gut Deutsch. Der Unterricht fand auf Deutsch oder Englisch statt. Bei ihr habe ich besonders viel über französische Lieder gelernt. Einige davon habe ich nach dem Erasmus-Semester hier in Wien gesungen. Bei den anderen Lehrveranstaltungen sprachen die Lehrenden auf Englisch. Also für ausländische Studierende stellt die Kommunikation wirklich kein Problem dar.

Schokolade
Foto: Ayako Bungyoku

Bier! Schokolade! Waffeln!

Dies sind nur drei der Spezialitäten in Belgien, die man unbedingt probieren muss. Alle 10 oder 20 Meter auf der Straße findet man kleine Geschäfte, die Schokolade oder Waffeln anbieten. Die Produkte sind sehr schön, erinnern an ein Kunstwerk und schmecken unglaublich lecker. Dazu ist auch der Preis relativ günstig. Das belgische Bier schmeckt hervorragend und es gibt unglaublich viele verschiedene Varianten, die ebenfalls ausgezeichnet sind.

(Nicht nur) Eine Reise wert

Obwohl es nur zwei Stunden mit dem Flugzeug von Wien nach Brüssel dauert, findet man dort eine völlig andere Kultur: Nicht nur Musik, sondern Architektur, Essen, Sprache, Gebrauch usw. Aber die schönsten Erlebnisse hatte ich mit den Menschen: Ich habe viele nette Leute kennengelernt und mit ihnen eine unvergessliche Zeit verbracht 🙂

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