Essen verbindet Kulturen…

Kulinarische Workshops für Maki und Weihnachtskekse

Im Wintersemester 2016/17 hatten die Studierenden unserer Universität eine überaus interessante Gelegenheit: Sie konnten im Rahmen zweier kulinarischer Workshops lernen Maki zu machen und Weihnachtsbäckerei zu backen.

Maki und Kekse

Wie kam es dazu? Seit 3 ½ Jahren bin ich neben meinem Studium an der mdw in der Hochschülerschaft tätig. Gemeinsam mit meinen KollegInnen versuche ich, anderen Studierenden unserer Universität in diversen Angelegenheiten zu helfen. Da ich selber gebürtige Russin bin und aus eigener Erfahrung weiß, wie schwer bürokratische Wege sein können, bin ich sehr froh im Referat für ausländische Studierende und Studienangelegenheiten arbeiten zu dürfen.

Ksenia
Ayako, Ksenia und Anni

Neben verschiedenen Anfragen zu Visum, Studium, Stipendien etc. versucht unser Referat auch attraktive Events für Studierende zu organisieren, um einander besser kennen zu lernen. In vergangenen Jahren waren es Führungen und Ausflüge, dieses Mal wollten wir gemeinsam Kochen und Backen lernen.

1. Workshop: Sushi / Maki

Und so kam es zustande, dass im November wahrscheinlich der erste offizielle Maki-Workshop an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien stattfand! Geleitet wurde dieser Kurs von meiner Kollegin im HMDW-Referat, Ayako Bungyoku, einer engagierten und talentierten Japanerin. Es war unglaublich, wie wenig wir über die Tradition und Fertigung von Sushi/Maki gewusst haben.

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Ayako hat uns erzählt, dass dieses weltbekannte traditionelle japanische Essen durch Zufall entstanden ist. Vor vielen Jahren hat man den Reis nur als Unterlage verwendet, um Fische zu transportieren. Erst dann hat jemand einmal den Reis gekostet (den man normalerweise danach weggeworfen hat) und bemerkt, dass dieser durchaus wohlschmeckend war.

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Ayako präsentiert ihre Maki

Neu war auch die Erkenntnis, dass Maki technisch gesprochen zu den Sushi gehören. Das, was wir unter Sushi verstehen – eine kleine Portion Reis mit einem kleinen Stück Fisch drauf – heißt in Japan “Nigiri-Sushi”. Diese Speise darf nur vor einem Sushimeister gemacht werden,  der an die zehn Jahre lernen muss, um dieses zu werden. Alle Japaner haben davor großen Respekt.

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Die TeilnehmerInnen haben zwei Arten von Maki gemacht, was man gut auf den Fotos erkennen kann. Und sie sind uns sehr gut gelungen!

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2. Workshop: Weihnachtskekse

Der zweite Workshop dieser kulinarischen Serie wurde der Weihnachtsbäckerei gewidmet. Durch diesen Abend wollte ich die Studierenden mit der österreichischen Tradition der Bäckerei im Advent vertraut machen. Ich selber hatte das große Glück, mit der großen Familie meiner Wiener Freunde noch im ersten Jahr meines Studiums in Wien einen ganzen Tag Weihnachtskekse backen zu können. Das war sehr stimmungsvoll und unterhaltsam.

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Aus diesem Grund habe ich gehofft, dass es für meine ausländischen Studierenden und vor allem für die Erasmus-Studierenden zu einem Erlebnis werden könnte! Zu meiner großen Freude waren auch österreichische Musikerinnen in unserer “Backstube”, die noch dazu sehr erfahren im Backen waren.

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Das war ein Abend voller Humor, Lachen, schöner Gespräche und natürlich voll von vielen Arten an Weihnachtsbäckerei. Als erfahrene Konditorin und gebürtige Österreicherin konnten wir Waltraud Schmid-Priwitzer gewinnen, die uns interessante Geschichten von der Entstehung und dem Brauchtum der Bäckerei im Advent erzählt und dank ihres Organisationstalentes uns mehrere Rezepte vorgestellt hat.

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Durch ihre ruhige Art hatte der Workshop einen sehr angenehmen Ablauf gehabt und es ist uns gelungen, in dieser hektischen Zeit zumindest für diesen Abend dem Stress zu entkommen. Es war sehr schön und berührend zu sehen, wie sich viele begabte Hände einer ganz anderen Tätigkeit widmeten als im Studienalltag.

Es gab auch lustige Momente: Manche Studierende haben aus Versehen aus dem Vanillekipferlteig Herzchen und Sternchen gemacht und sich sehr gewundert, warum es so zerbröselt. Außerdem waren die deutschen Kochausdrücke manchmal nicht so einfach ins Englische zu übersetzen. So sind manche lustige Missverständnisse zustande gekommen.

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Meine Kollegin Anna Buchal hat den kleinen “Rumkugelmeisterkurs” gemacht. Sehr süß, aber wirklich gut und kalorienvoll…!

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Beide Workshops fanden im Restaurant Feldberg statt, das wir für die Zeit dieses kulinarischen Workshops gemietet haben. Es herrschte dort eine überaus gemütliche und freundliche Atmosphäre! Wir hoffen, dass durch diese Workshops viele neue Bekanntschaften entstanden sind und dass die Studierenden das eine oder andere Rezept auch alleine zuhause ausprobiert haben.

Gruppenfoto

Nächster Kurs: 23. Juni 2017

Am 23. Juni 2017 um 18.00 Uhr findet der 2. Maki-Workshop im hmdw Referentenbüro in der Ungargasse 53, 1030 Wien statt. Vielleicht sehen wir uns dort? 🙂

Anmeldung bitte bis zum 21. Juni per E-Mail an hmdw-ausland@mdw.ac.at

 

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