The Quest for Passion

Dialogue and interaction between musicians from Austria and India

Our trip to India coming all the way from the “famous European culture” but also as a human being was definitely a life-changing experience! And exactly that was supposed to be the goal of this wonderful project by Marialena Fernandes. The motto is “QUEST FOR PASSION”: We’ve been searching for the goal of playing music, playing alone or together, singing or simply enjoying it. Everybody takes part and everybody gets involved.

Here’s my travel journal covering our three visited cities Mangalore (in German), Bangalore and Goa (both in English).

Mangalore

Die ersten Erfahrungen habe ich schon in Mumbai am Flughafen gesammelt: Sowohl die MitarbeiterInnen am Infopult als auch das Security Personal waren sehr lieb und zuvorkommend. Sie haben mir alle Fragen mit einem großen Lächeln im Gesicht beantworten können.

Welcome Mumbai

Ich bin von Wien aus am Nachmittag losgefahren. Da Mumbai 4,5 Stunden in der Zeit voraus liegt, bin ich in der Früh gelandet, hab mir ein Sofa gesucht und ein paar Stunden bis zur nächsten Verbindung nach Mangalore geschlafen. Marialena habe ich direkt beim Gate getroffen.

Die erste indische Mahlzeit habe ich schon im Flugzeug bekommen, ein Veg Curry, mid spicy. Nach der Landung wurden wir am Flughafen von einem engen Freund unserer Gastfamilie abgeholt. Das tropische Wetter hat uns richtig begrüßt, mit ca 30 Grad, starker Sonne und sehr hoher Luftfeuchtigkeit.
Wir sind zu unseren warmherzigen Gastgebern gefahren; sie waren von der ersten Sekunde an überaus freundlich und aufmerksam und haben auf uns bereits mit verschieden Speisen gewartet. Hier die ersten “homemade” Speisen:

Essen

Bei dem Wetter ist eine kleine Pause – Siesta am Nachmittag – angesagt. Nachdem wir uns ausgeruht haben, hat Marialena einen Workshop für Kinder gehalten; ich habe versucht, mich mit meinen Kenntnissen über Atem- & Bewegungsarbeit bzw Körperhaltung und Musikausbildung für die Jugend einzumischen. Diese Kinder waren alle sehr offen und neugierig, der Großteil war sehr musikalisch! Es war mir eine große Freude, sie zu sehen, wie sie die neue Informationen / Erfahrungen “aufsaugen”! Wir haben auch den Lehrern Tipps und Vorschläge geben können.

Workshop

Am Abend waren wir bei einer einzigartig netten Familie zum Abendessen eingeladen: Es war wieder ein super schönes Erlebnis, wie diese ältere Menschen miteinander kommunizieren, wie gastfreundlich sie sind und wie viel Spaß sie miteinander – ganz ohne Handys! – haben können. Einzigartige Damen und Herren! Alleine über die Speisen könnte ich ein ganzes Kapitel schreiben, diese Vielfalt, diese Gewürze… Es wurde gesungen und auf der Gitarre begleitet. Ein sehr netter Abend, ich war dankbar, dass ich dabei sein durfte!

Am nächsten Tag haben wir in der Früh in der Kirche des St. Aloysius College gespielt. Es war sehr berührend, wie viele junge Menschen zur Messe gehen, fast jeden Tag vor ihren Lehrveranstaltungen, wie ich dann erfahren habe. Großer Respekt!

St. Aloysius College
In der Kirche des St. Aloysius College

Wir haben zwei Sätze der Flötensonate BWV 1034 gespielt. Am Heimweg habe ich den ersten Kokosnussstand gesehen und mich sofort in diese Frucht verliebt! Alleine die Art, wie die Menschen diese harte Schäle öffnen, hat mich sehr fasziniert. Ich habe auch mehrere Burschen gesehen, die schnell und elegant auf Palmen klettern konnten. Es gibt zwei Sorten von Kokosnüssen, in manchen gibt’s nur Kokoswasser, in den anderen auch “Fleisch” – die Verkäufer erkennen die jeweiligen Früchte und man kann sich aussuchen, welche man haben möchte.

Kokosnuss

Später am Vormittag wurde ich richtig ins kalte Wasser geworfen: Wir haben mit den “Kudla Drum Jammers” für das Konzert am nächsten Tag geprobt und teilweise improvisiert. Diese MusikerInnen musizieren aus wahrer Freude und es sollte auch in unserem klassischen Bereich nicht anders sein!

Am Nachmittag haben wir ein Konzert im ‘Mandd Sobhann’ – Konkani Kulturzentrum gespielt. Einheimische MusikstudentInnen haben sich ebenfalls präsentiert, die uns hinterher sogar uralte Konkani-Lieder beigebracht haben. Wir haben uns mit einem Lied aus der ungarischen Volksmusik sowie dem Lied “Forelle” von Schubert revanchiert.

Am dritten Tag bin ich recht früh aufgewacht, da ich mich bereits riesig auf unser Konzert am Abend freute! Zu Mittag bekam ich die Chance, wieder eine neue Speise kosten zu dürfen, das sogenannte “Thali”. Diese Platte besteht aus verschiedenen Gemüsesorten und wird mit Reis und indischem Brot (Bhatoora/Chapati) serviert. Unglaublich lecker!!!

Thali Platte
Thali Platte

Unser Konzert in der “Infant Jesus Joyland School Bolar” mit den lokalen MusikerInnen verlief sehr gut. Wir hatten ein sehr dankbares und offenes Publikum. Wovor ich ein bisschen Angst hatte, war unser “Stück” mit dem indischen Flötisten, der einen Koffer voll mit handgemachten Bambusflöten mitbrachte. Wir haben uns quasi durch die Instrumente Fragen gestellt und mit improvisierten Melodien kennengelernt. Ich dachte nie im Leben, dass es mir so viel Spaß machen würde – hatte es aber und darüber hinaus gab es mir definitiv die nötige Offenheit und Sicherheit für meine Musikalität. Vielen Dank, Marialena! ☺

Es wurden “Bailas” gesungen, die Damen inklusive wir selbst haben wild und energisch getanzt. Nach dem Konzert wurde uns ein Abendessen mit einmal mehr unbekannten – zumindest für mich komplett neuen – Speisen serviert! Es war insgesamt ein sehr emotionaler und impulsiver Abend. Ich bin sehr dankbar, all diese Menschen kennengelernt zu haben!

Infant Jesus Joyland School Bolar
Konzert in der Infant Jesus Joyland School Bolar

Am vierten Tag sind wir schließlich nach Bangalore weitergereist. Die Verabschiedung von unseren liebevollen und großzügigen Gastgebern inklusive dem Hausmädchen war etwas traurig. Nach einem letzten Gebet in unserem wunderschönen “Zuhause” und mit einem etwas traurigen Lächeln wurden wir zum Flughafen gebracht.

Bangalore

On our first day we picked up our lovely Ieva, who joined shortly before the trip to Bangalore. This delicious meal became on of my favorites – let me introduce the crispy Masala Dosa (to the right):

Reisebeginn

After rehearsing for our upcoming concert at Alliance Française, we were ready to hit the market. The variety of fruits were amazing: these colors, this smell! And everything was as fresh as it gets!

Obst

The concert turned nicely: Playing with the talented youngsters was very fun and the atmosphere was great!

konzert alliance francaise

Amitri Konzert
Ieva and Amina with their hosts

On Ieva’s side is Becky, our lovely organizer, on my side to the right is Vikram, our host. His mother, Aruna Sunderlal, founded the Bangalore School of Music.

Also take a look at these beautiful scarves we got after the concert!

On the fourth day, we went sightseeing, visited a mosque, traveled with a rickshaw, ate fresh coconut and did a bit of shopping.

Sightseeing

On Day 5, we visited the lovely Lalbagh Botanical Garden.

Lalbagh botanical garden

We couldn’t miss visiting a temple where we met a nice man. He took us
to Gandhi market and a very famous restaurant, where we had another one of those delicious “Dosa experiences”.

einheimischer_tempel

Beautiful nature: We felt so good and fresh after walking around! As we learned, Bangalore is also called “the City of Gardens”. Definitely not by mistake!

city of gardens

After the last workshops on the sixth day of our journey, we visited the beautiful Temple of Iskcon.

iskcon tempel

This is us smiling in front of the Bangalore School of Music & Fine Arts: “Finally, we are done here”, we successfully completed our mission!

bangalore music school

We also had a final, magical dinner with host Becky and her husband:

dinner

Goa

Here is our lovely accommodation, the guesthouse of Sunaparanta, Goa Centre of the Arts, where we were going to perform & hold a workshop the next days. We had three lovely men taking good care of us – despite our late arrival after an adventurous day at the airport (flight cancellation due to an air show). They were waiting for us with a warm late-night dinner. Fresh warm Chapati with veggies!

guesthouse breakfast

At our first day, we had rehearsals followed by a concert in the evening. The gorgeous ambiente and magical atmosphere at the Amphitheater of Sunaparanta was just the right location.

sunaparanta_konzert

Over 30 degrees are not unusual at the seaside, which made rehearsing a bit of a challenge.

konzert garten

Those mosaics were just… miraculous!

konzert garten 2

The following day after the concert we had time to travel the country. I became a huge fan of Goan architecture, discovering lots of individual and colorful houses.

goan architecture

No words needed 🙂

Strand

We had a beautiful and relaxing day. The Arabian sea treated us well, got us waves and a lovely breeze.

strand

Day three was another soul-pampering day. We were walking around Panaji and enjoyed further impressive architecture. I love the Portuguese influence… these mosaics!

Panaji

On the fourth day, we went back to rehearsing, teaching an giving our final workshop at the Art Chamber in Calangute. This amazing residence was built by painter Jolanda de Sousa and her husband and pianist Rudolf Ludwig. Pure art all over!

calangute

The inner chambers inspired us very much for our afternoon sessions.

calangute

On Day 5, we visited the Basilica of Bom Jesus, the Church of St. Cajetan, before performing our very last concert on this tour.

Do you know what a gift is? Being able to express feelings by music, sharing love and passion. Also being able to do all of these things when electricity goes off, when you are dead tired or the cirumstances are not the most ideal. Music is our love. Love has to be shared. And that’s the only way passion can really reach the audience.

heimreise

India, I am definitely coming back! You are the diversity, the poor and the rich, the color, the smart and the ignorant, the kindness and the hope.

Thank you for this life-changing experience!

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *