
Lehrer_innen-Schüler_innen-Interaktionen. Methodologische und methodische Erkundungen
18. Arbeitstagung der AG Kasuistik in der Lehrer_innenbildung
Die Tagung widmet sich der komplexen Strukturlogik und Dynamik pädagogischer Beziehung zwischen Lehrer_innen und Schüler_innen und fragt nach (fach-)didaktischen und empirischen Methoden (in der Lehrer_innenbildung), die es erlauben, in Phänomenen der Lehrer_innen-Schüler_innen-Interaktionen das Allgemeine und das Singuläre zugleich hervortreten zu lassen.
Auf den ersten Blick erscheint Kasuistik als Königsweg einer theorieaffinen, wie praxisrelevanten – jedoch von aktuellem Handlungsdruck entlasteten – Einführung in die Problematiken des pädagogischen Handelns, die zudem vielversprechende Möglichkeiten zur Verknüpfung von Forschung und Lehre im Spannungsfeld zwischen Allgemeinem und Besonderem eröffnet. Dabei wird tendenziell von „Fällen“ ausgegangen, sodass „am Fall“ gelernt werden kann. Auf den zweiten Blick lässt sich im Rahmen der Kasuistik eine Reihe unterschiedlicher disziplinärer, method(olog)ischer Zugänge und didaktischer Gesichtspunkte ausmachen: So wurden in verschiedenen wissenschaftlichen Feldern und Lehrtraditionen ganz unterschiedliche Praktiken des Umgangs mit Fällen entwickelt, die im Rahmen der Workshops vorgestellt und diskutiert werden.