
Schwebungen III
Audiovisuelle 6-Kanal-Klanginstallation von Martina Claussen (Komposition) und Stefanie Sixt (Video)
AUDIO (Martina Claussen)
Das Klangmaterial dieser Installation besteht aus den einzelnen Stimmen der Mitglieder des Instituts Antonio Salieri. Verdichtet zu einer lebendigen Klangfläche erklingt das Institut gleichsam als kontemplative und zugleich anregende akustische Wolke. Beim Durchschreiten des akustischen Raumes werden immer mehr Details hörbar. Feine Veränderungen bestimmen den Verlauf und verschmelzen mit den Geräuschen der Umgebung. Der Raum, oder besser gesagt der Durchgang wird zur Reflexionsfläche, auf welcher sich die Stimmen spiegeln. Durch diese akustische Spiegelung elektronisch aufgezeichneter Klänge auf der deutlich sichtbaren Patina der Oberflächen, wird ein Bogen von der Vergangenheit bis ins Heute gespannt.
VIDEO (Stefanie Sixt)
In ihrer Videoarbeit greift Stefanie Sixt die Architektur des Instituts auf und verarbeitet sie im Spannungsfeld zwischen Historie und Gegenwart zu einer künstlerisch abstrahierten Komposition. Das fragmentarische Schwarz-Weiß-Gerüst wird durch eine dokumentarisch-historische Ebene ergänzt, die sowohl die sängerische Biografie als auch Salieris Wirken als Gesangspädagoge beleuchtet.
Den Besucher_innen eröffnet sich die Möglichkeit, das Video in Kombination mit der experimentellen Audioinstallation von Martina Claussen zu erleben. Alternativ kann der Film mithilfe eines QR-Codes als audiovisueller Podcast heruntergeladen werden, um im Interview mit Judith Kopecky, der Leiterin des Antonio-Salieri-Instituts, faszinierende Einblicke in Salieri als außergewöhnlichen Pädagogen zu gewinnen.