MASTERCLASS & REZITAL | Traversflöte | Barthold KUIJKEN

Die Masterclass und das Rezital wird in Kooperation mit mit der Botschaft von Belgien, Generaldirektion von Flandern und mit dem Franz Schubert Institut der mdw.

Barthold Kuijken (°1949) studierte zuerst Flöte an den Konservatorien von Brügge und Brüssel und bildete sich dann weiter in Den Haag bei Frans Vester (Querflöte) und Frans Brüggen (Blockflöte).

Noch während der Studienzeit fand er eine schöne alte Traversflöte, auf die er sich als Autodidakt – neben der Tätigkeit als Flötist in einem Ensemble für Avantgarde-Musik – immer mehr konzentrierte. Das Studium von alten Quellen historischer Aufführungspraxis sowie die Beschäftigung mit originalen Instrumenten in vielen Museen wirkten hierbei auf Kuijken äußerst inspirierend. Bald kam es zu Zusammenarbeit mit anderen Barockspezialisten: seinen Brüdern Sigiswald und Wieland, Robert Kohnen, René Jacobs, Gustav Leonhardt, später auch Bob van Asperen, Ewald Demeyere, Luc Devos, Piet Kuijken.

Als Orchestermitglied im „Collegium Aureum“ (bis 1978) und später in „La Petite Bande“ sammelte er Erfahrung im Repertoire des Barock bis zur Frühromantik. Sein Hauptgebiet ist jetzt die Kammermusik von Barock bis Frühromantik. Er ist auch zunehmend als Dirigent aktiv. Zahlreiche Konzerte und Meisterkurse führten ihn in die wichtigsten Musikzentren Europas, der USA, Kanadas, Brasiliens, der USSR, Israels, Australiens, Neuseelands, Koreas und Japans. Für die Schallplattenfirmen Accent, BMG – Harmonia Mundi, Sony classical, Atma, Opus 111 und Arcana hat er einen wichtigen Teil des Flötenrepertoires aufgenommen: J.S. Bach und seine Söhne W.F., C.P.E., J.C.F. und J.C, Couperin, Hotteterre, Boismortier, Leclair, Händel, Vivaldi, Telemann, Stamitz, Haydn, Mozart, Devienne, Hummel, Schubert, Mendelssohn, Debussy, …

Bis 2014 unterrichtete er historische Flöten an den Konservatorien von Brüssel und Den Haag. Er wird häufig als Gastdozent oder als Juror in internationalen Wettbewerben gefragt, und als Herausgeber betreut er kommentierte Urtextausgeben: Telemann Fantasien, J.S. Bach Flötenwerke, C.P.E. Bach Flötenkonzerte. 2007 erhielt er als erster in Belgien ein PhD. in der Musik; der geschriebene Teil dieser Arbeit ist 2013 bei der Indiana University Press (Bloomington, IN, USA) erschienen: „The Notation Is Not the Music – Reflections on Early Music Practice and Performance“.