Giulia SEMENZATO

Univ.-Prof. für Gesang Alte Musik

Giulia Semenzato ist eine international anerkannte Sopranistin, insbesondere bekannt für ihre Interpretation des Barock- und Mozart-Repertoires.

Nach ihrem Abschluss mit Auszeichnung am Konservatorium B. Marcello in Venedig spezialisierte sie sich bei Rosa Dominguez an der Schola Cantorum in Basel (CH) auf das Barockrepertoire. Als Gewinnerin des Wettbewerbs Toti dal Monte di Treviso (2012) und des Farinelli-Preises beim Wettbewerb in Bologna 2013 sowie beim Cesti-Wettbewerb in Innsbruck 2014 begann sie bald eine internationale Karriere, die sie an die großen europäischen Theater und Konzertsäle führte, wo sie bei verschiedensten Produktionen wirkte – darunter im Teatro La Fenice in „Juditha Triumphans” und „Ottone in Villa” von A. Vivaldi, im Teatro alla Scala in „Lucio Silla” (2015), in „Don Giovanni”, „La finta Giardiniera” von W.A. Mozart und als Nannetta in „Falstaff” von G. Verdi mit Zubin Metha (2017), in „Cosi fan tutte” an der Oper Zürich und in „Die Zauberflöte” am Muscat Opera House.

Sie sang als Carolina in „Matromonio Segreto“ bei den Innsbrucker Festwochen (2016), als Michael am Theater an der Wien in „Saul“ (2018) und als Dorinda in „Orlando“ (2019) von Händel, als Susanna in „Le Nozze di Figaro“ am Royal Opera House London unter der Leitung von Sir. A. Pappano (2022) und an den Mozartwochen und Salzburger Festspielen (Suor Angelica 2022 und Falstaff 2023).

Als spezialisierte Interpretin des italienischen Repertoires des 17. und 18. Jahrhunderts sang sie die Hauptrolle in Monteverdis „L’Incoronazione di Poppea“ an der Opéra du Rhin, Venere in „Ercole Amante“ an der Opéra Comique in Paris, Salome in „San Giovanni Battista“ von A. Stradella im Concertgebouw in Amsterdam und die Hauptrollen der Elena und Eritrea in den Opern von F. Cavalli in Aix-en-Provence, an der Opéra Comique, am Théâtre de Versailles und erneut am Teatro La Fenice.

Im Konzertbereich wurde sie eingeladen für Mozarts Requiem (Teatro San Carlo, Madrid, Cuenca), Messiah mit dem Collegium 1704 und der Melk Stiftung mit D. Harding, Poulencs „Gloria” am Teatro Regio in Turin, „Maddalena ai piedi di Cristo” von Caldara in der Philharmonie Paris, der Elbphilharmonie Hamburg, Freiburg und der Philharmonie Berlin. Sie arbeitet regelmäßig mit Dirigenten wie Rene Jacobs, Giovanni Antonini, Raphael Pichon, Alessandro de Marchi, L.G.Alarcon, Vaclav Luks, Riccardo Minasi und D.Fasolis zusammen und hat mit Regisseuren wie C. Guth, C. Loy, D. Michieletto, R. Carsen, E. Titov, D. McVicar, B. Kowsky, C. Marthaler und J. Mijnnsen gearbeitet.

Giulia Semenzato hat Aufnahmen mit den Labels Accent, Arcana, Glossa, Harmonia Mundi, Cpo, Pentatone und ihr erstes Soloalbum „Angelica Diabolica” für Alpha (Othere) veröffentlicht. Sie unterrichtete außerdem an der Universität der Künste in Havanna (Kuba) und bei den SMAV-Kursen für Alte Musik in Venedig.