André FERREIRA (Inst. 17)
Laute (ergänzendes Fach)
André Ferreira ist ein portugiesischer Gitarrist und Lautenist mit Sitz in Wien. Seine künstlerische Arbeit ist geprägt von einem kontinuierlichen Dialog zwischen Repertoire, Instrument und musikalischer Praxis. Zwischen modernen und historischen Traditionen bewegt er sich mit besonderem Interesse an der Frage, wie die Wahl des Instruments die Art und Weise beeinflussen kann, wie Musik verstanden, gespielt und gehört wird.
Als Solist, Kammermusiker und Continuospieler beschäftigt er sich mit einem breiten Repertoire für Gitarre und historische Zupfinstrumente. Seine Arbeit mit Laute und Gitarre über verschiedene Epochen hinweg verbindet die Auseinandersetzung mit historischem Instrumentarium und Aufführungspraxis mit einem lebendigen, gegenwärtigen Zugang zur Musik. Er arbeitet unter anderem mit Ensembles wie Concentus Musicus Wien und Bach Consort Wien zusammen.
Zu seinen jüngsten Projekten zählt das Soloprogramm Musica Humana mit Werken von John Dowland, Alessandro Piccinini und Giovanni Girolamo Kapsberger. Darüber hinaus war er an Aufführungen von Schuberts Winterreise im Brucknerhaus Linz mit Michael Schade und Christoph Hammer sowie bei der Wiener Konzerthaus-Soirée mit Julian Prégardien beteiligt. Seine Konzerttätigkeit führte ihn an bedeutende europäische Konzertorte, darunter den Wiener Musikverein, das Wiener Konzerthaus, das Theater an der Wien, die Kölner Philharmonie, den Palau de la Música Catalana und das Auditorio Nacional de Música de Madrid.
Seine musikalische Ausbildung verbindet die Traditionen der klassischen Gitarre und der historischen Zupfinstrumente. Er studierte bei Margarita Escarpa, Tilman Hoppstock, Paolo Pegoraro, Ricardo Gallén und David Bergmüller und schloss Masterstudien in Gitarre und Laute sowie ein Bachelorstudium in Musikpädagogik ab.
Das Unterrichten ist ein wesentlicher Bestandteil seiner musikalischen Arbeit. Seit 2023 unterrichtet er Gitarre und Laute an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. In der Arbeit mit seinen Studierenden verbindet er seine künstlerische Praxis mit einer kontinuierlichen Reflexion und Weiterentwicklung seines eigenen musikalischen Zugangs.

