WORKSHOP | Historische Gestik | Sigrid T’HOOFT

 

 

Sigrid T’Hooft ist eine Choreographin, Opern- und Schauspielregisseurin und Musikwissenschaftlerin.

Nach ihrem Studium der Musikwissenschaft arbeitete Sigrid T’Hooft als Redakteurin für klassische Musik am flämischen Radiosender Klara. Zugleich begann sie sich Anfang der 1990er Jahre als Choreografin und Opernregisseurin der Historisch Informierten Aufführungspraxis zu profilieren.

Mit der Inszenierung von Georg Friedrich Händels Radamisto 2009 im Badischen Staatstheater Karlsruhe erlebte sie ihren Durchbruch als Regisseurin. In den folgenden Jahren wurde T’Hooft an das Goethe-Theater Bad Lauchstädt, das Schlosstheater Drottningholm, das Operntheater Perm, das Trondelag-Theater Trondheim und andere Bühnen engagiert.

Außerdem wurde sie von dem Pariser Opernensemble Opera Fuoco und den Händel-Festspielen Göttingen eingeladen. Seit 2011 arbeitet sie regelmäßig mit dem Budapest Festival Orchestra zusammen und arbeitet mit führenden Dirigenten auf dem Gebiet der frühen Musik wie Laurence Cummings, Reinhard Goebel, Peter Van Heyghen, Sigiswald Kuijken, Andrew Parrott, Mark Tatlow und vielen anderen zusammen. Sie inszenierte mehr als 25 Opern sowie zahlreiche Konzerte „mise-en-geste“. Für ihre Barock-Tanzgruppe Corpo Barocco choreografierte sie mehrere Tanzaufführungen.

In ihrem Repertoire findet man nicht nur viele Wiederentdeckungen von längst vergessenen Werken aus dem 17. und 18. Jahrhundert, sondern auch das gängige Repertoire von Händel, Mozart und Joseph Haydn. In neuerer Zeit hat sie aber auch Werke des 19. Jahrhunderts realisiert, so etwa von Alexander Borodin (Fürst Igor, St. Petersburg 1890) und ein Schauspiel von August von Kotzebue (Armuth und Edelsinn, 1795).

Sigrid T’Hooft unterrichtete historisch-informierte Aufführungspraxis bei der Internationalen Händel-Akademie Karlsruhe (Barockgestik und Barocktanz) und an den Musikhochschulen in Leipzig und Den Haag, historischen Tanz in Trossingen.

2019 inszenierte sie bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik Riccardo Broschis opera seria Merope und choreografierte die Tanzeinlagen der Oper L’Orfeo von Claudio Monteverdi beim Vicenza Opera Festival (Leitung: Iván Fischer).

 

CONSORT | Vento Veneziano

BlockflötistInnen aus drei Musikuniversitäten Österreichs kommen zusammen und musizieren gemeinsam in einem Renaissance-Consort:

  • mdw Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien
  • KUG Kunstuniversität Graz
  • MUK Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien.

Venezianische Mehrchörigkeit in außergewöhnlicher Besetzung

Die Canzoni Giovanni Gabrielis werden interpretiert von einem reinen Renaissanceblockflöten-Ensemble. Ein faszinierendes Zusammenspiel verschiedenster Flötengrößen, das den Kirchenraum mit warmen, historischen Klängen füllt.

Konzert

 

mdw Mediathek | Konzert | Early Music Day 2026

A Rare Fruits Matinée

*** english version below***

Musikliebhaber*innen aus aller Welt versammeln sich, um mit vielen Konzerten den Early Music Day zu feiern. Dieser Tag, der jedes Jahr von REMA (European Early Music Network) organisiert wird, fällt mit dem ersten Tag des Frühlings und dem Geburtstag von Johann Sebastian Bach zusammen und ist somit der ideale Moment, um die Vitalität und Vielfalt der Alten Musik heute hervorzuheben!

Das Institut für Alte Musik der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien präsentiert in diesem Jahr seltene Früchte der Alten Musik, die uns jeweils ein Fenster zu interessanten Epochen und Orten öffnen:
Musik fürSalterio solo führt uns nach in Italien ins späte 18. Jahrhundert, mit Musik von G. B. Sammartini (1700/01 1775) und F. Perotti (fl. 1739 1773).
Mit »Héraclite & Démocrite« steht eine französische Cantate von Jean-Baptiste Stuck, »Le Battistin« (1680 1755) auf dem Programm, einem deutschstämmigen Italiener, der in Paris Karriere machte.
Und mit Musik von Antonio Draghi (1634 1700) bringen wir eine kleine Vorschau auf unser internationales Draghi-Symposium, das in Wien von 10. bis 14. November 2026 stattfinden wird.

Das Institut für Alte Musik freut sich, diesen besonderen Tag mit einem bunten Programm mitzugestalten.

Das Konzert ist gestreamt worden:

https://mdw.vhx.tv/featured/videos/early-music-day-2026

Programm:

Antonio Draghi (1634-1700)
Ausschnitte aus 2 Werken aus dem Jahr 1676: Il Sole Ecclissato, L’Ore Postmeridiane nel Parnasso

Erica Alberini, Sopran
Lucy Honor Whiteley, Alt
Ferdinand Slezak, Juan Pablo Parra Bedoya, Anna Pederielli, Violine
Marius Malanetchi, Viola da Gamba
Krištof Balász, Violone
Eugène Michelangeli, Cembalo

Fulgenzio Perotti (fl 1739-1773)
Sonata de Salterio
[Ohne Satzbezeichnung] – Andante – [Ohne Satzbezeichnung]
aus dem Manuskript Correr 90.2 in der Biblioteca del Conservatorio di Musica Benedetto Marcello, Venedig 

Rosemarie Pulvermacher, Salterio
Xaver Eckert, Bass-Salterio

Giovanni Battista Sammartini (1700-1775)
Sonata de Salteri
Allegro – Adagio – Allegro
aus dem Manuskript MSS. Mus. 116 in der Biblioteca privata Jorxe De Micheli, Mailand

Xaver Eckert, Salterio
Emma Breit, Violine

Jean-Baptiste Stuck (1680 – 1755)
»Héraclite et Démocrite«
aus Cantates Françoises, 3ème livre, Paris 1711 

Récitatif »Dans un abîme affreux« – Air »Pleurez« (Héraclite) –
Récit »Dans le paisible sein« – Air »Sa raison« (Démocrite) –
Duo »Je succombe sur ton effort – Des humains le bizarre sort« –
Récit »Mais, quel objet« – Air »Plus legère qu’un zéphyr« (Héraclite) –
Récit »Lâches et crédules amants« – Air »Portez à vos belles« (Démocrite) –
Récit »Non, non, on ne voit« – Duo »Dans la tempête« 

Vasilisa Vaskova, Sopran (Héraclite)
Daniel Sauer, Bariton (Démocrite)
Anna Pederielli, Flora List, Violine
Rose Chaffey, Violoncello
Dohyeon Lee, Cembalo

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Music lovers from all over the world gather to celebrate Early Music Day with numerous concerts. This day, organized annually by REMA (European Early Music Network), coincides with the first day of spring and Johann Sebastian Bach’s birthday, making it the perfect moment to highlight the vitality and diversity of early music today!

This year, the Early Music Department at the mdw – University of Music and Performing Arts Vienna presents rare gems of Early Music, each offering a glimpse into fascinating eras and places: Music for solo Salterio takes us to late 18th-century Italy, featuring works by G. B. Sammartini (1700/01 – 1775) and F. Perotti (fl. 1739 – 1773).
The program also features „Héraclite & Démocrite,“ a French cantata by Jean-Baptiste Stuck, »Le Battistin« (1680 – 1755), a German-Italian composer who made his career in Paris, France.
And with music by Antonio Draghi (1634 – 1700), we offer a preview of our International Draghi Symposium, which will take place in Vienna from November 10–14, 2026.

The Early Music Department at mdw is delighted to mark this special day with a diverse program.

The concert has been streamed:

https://mdw.vhx.tv/featured/videos/early-music-day-2026

WILLKOMMEN ! | Hammerflügel André STEIN