Gesprächskonzert und Vorstellung des Artikels Neue Einblicke in ihre künstlerische Karriere der 1920er und 30er Jahre von Melanie Unseld | mdw. Mit Werken von Maria
Hofer und einer zeitgenössischen Komposition kuratiert von Maria Helfgott | mdw
25. März 2026 | 17.00
Anton-Heiller-Saal, Seilerstätte 26, 1010 Wien
spiel macht raum – ein Spiel öffnet einen Raum, schafft Möglichkeiten, wer darf spielen, wer in den Raum eintreten, welche Voraussetzungen sind zu erfüllen?
spiel macht traum – Spiel erzeugt aber auch imaginäre Räume, Träume, an deren Umsetzung gearbeitet werden kann.
Die Webressource spiel|mach|t|raum ist ein doing memory, in dem bislang an vergessene Personen aus der Geschichte der mdw erinnert wird, manchmal aber auch ausgewählte diskussionswürdige Gender/Queer/Diversity Themen in Musik*Theater*Film präsentiert werden, um Personen wie Themen in das historische Gedächtnis der Institution mdw sichtbar einzuschreiben. Zugleich aber ist spiel|mach|t|raum auch ein doing future, wenn Studierende in positionen_visionen – träume heute ihre Ideen von Positionen, Perspektiven und Wünschen an Gegenwart und Zukunft darlegen.
spiel|mach|t|raum versteht sich als project in progress und erweitert nun (2024) den Fokus noch dezidierter – als im Begriff Gender, der ohne class/soziale Herkunft und race/Ethnizität ohnehin nie denkbar war –, auf weitere Ungleichheitsdimensionen, um das multidimensionale und intersektionale Denken explizit zu machen. Es geht uns um soziale Inklusions- und Exklusionsprozesse, um gesellschaftliche Strukturierungs- und Machtaspekte und die Un/Möglichkeitsräume, die daraus entstehen.
Die Web-Wissensressource spiel|mach|t|raum ist ein Kooperationsprojekt der Stabstelle Gleichstellung, Gender und Diversität mit der ersten Gender Studies-Professorin der mdw Doris Ingrisch, jetzt Univ.-Doz.in am Institut für Kulturmanagement und Gender Studies sowie dem Archiv der mdw.

spiel|mach|t|raum thematisiert verschiedene Aspekte von Frauen*geschichte, in Musik*Theater*Film, darunter Musikpädagoginnen, Frauenensembles, Rhythmikerinnen, Schauspielerinnen, Regisseurinnen sowie fehlende Professorinnen in Komposition und im Fach Dirigieren.
Doris Ingrisch gibt im Überblicksartikel antiphon. zur geschichte der frauen* an der mdw 1817-2017 einen informativen Einblick in die Entwicklung der Institution, zeigt, wie viele Schüler_innen, später Studierende, an den Vorgängerinstitutionen der mdw ausgebildet wurden und spricht über die ersten Professorinnen in der Gesangs-, Instrumentalmusik-, Tanz- und Theaterausbildung. In Kurzportraits werden diese ersten weiblichen Lehrenden im Artikel erste lehrerinnen | professorinnen des hauses von Lynne Heller und Doris Ingrisch vorgestellt.
Weiters finden sich im spiel|mach|t|raum Beiträge über strukturelle universitäre Rahmenbedingungen, die es erst ermöglichten, dass eine Webressource wie spiel|mach|t|raum entstehen konnte (vgl. dazu die Artikel: Wie kam Gender an die Universitäten und Gender Studies und Gender Wissen an der mdw).